“Hin und Her” von Ödön von Horváth

in Ottensheim,
in der Halle der Alten Straßenmeisterei, Höfleiner Straße 4

Premiere am Donnerstag, 25. August 2016

weitere Aufführungstermine:
Freitag, 26. August
Samstag, 27. August

Mittwoch, 31. August
Donnerstag, 1. September

Freitag, 2. September

Donnerstag, 8. September
Freitag, 9. September
Samstag, 10. September

Folder “Hin und Her” (mit Lageplan)

Kartenreservierungen

Bitte beachten Sie dazu:
  • Reservierungen hier sind bis 18:00 Uhr des jeweiligen Aufführungstages möglich.
  • Restkarten-Infotelefon ab 18:00 Uhr: 0676 / 937 04 13
  • Sie reservieren Ihren gewünschten Platz bzw. Ihre Plätze verbindlich.
  • Sie erhalten ein Bestätigungs-Mail.
  • Sie bezahlen die Karten an der Abendkasse.
  • Die Plätze sind bis 19:45 am jeweiligen Aufführungstag verbindlich reserviert.
    Danach behalten wir uns den Weiterverkauf vor.
  • Es gibt vor dem Veranstaltungsort nur sehr beschränkt Parkplätze!

 


Zum Stück:

Ein unbedeutender Grenzübergang, irgendwo mitten in Europa. Zwei Länder, getrennt und verbunden durch eine kleine
Brücke im Niemandsland. Ein „unerwünschter“ Ausländer soll abgeschoben werden, er hat die Aufenthaltsberechtigung aus bürokratischen Gründen verwirkt. Nur die andere Seite will ihn auch nicht haben, sehr bedauerlich: der Pass ist bereits
verfallen. Also beginnt für Havlicek, den Abgeschobenen ein mühsames Hin und Her. Ein bizarres Leben im Transit, in dem er nicht nur den typischen abgründigen Horváth-Biedermännern und Frauen begegnet, sondern auch klarstellen muss, dass er ein Mensch und kein Amtsvorgang ist.

Horvath selbst bezeichnet dieses Stück als Posse und deutet den satirischen Charakter des in der ersten Hälfte des 20. Jh’s aufbrechenden „Neuen Volkstheaters“ an.
Die Wirklichkeit: 1934, als Horváth bereits von den Nazis aus Deutschland vertrieben ist, bringt er am Zürcher Schauspielhaus diese Komödie heraus, die sich über die eigene Tragödie lustig macht. Kurz vor der Premiere muss er aber noch schnell für einen Tag nach Ungarn, weil er soeben erfahren hat, dass sonst sein Pass und seine Staatsbürgerschaft verfallen wird und man ihn als staatenlos abschieben wird. Sollte er allerdings ausreisen, würde man ihn vielleicht nicht wieder ins Land lassen, weil im neuen Pass kein Visum… Nur knapp entgeht er dem Schicksal seiner eigenen Hauptfigur.

Ottensheimer Inszenierung:

Wie schon in den Stücken davor versuchen wir auch diesmal aktuelle und lokale Bezüge zu integrieren. Die Bilder der auf-
brechenden Menschen, die irgendwie und nach irgendwelchen Gesetzen abgehandelt werden müssen, sind uns ja noch alle präsent.

So haben wir hier mit dem Spielort „Straßenmeisterei“ eine thematische Querverbindung geschaffen. Asylwerber, die hier vor Ort in Containern leben, werden auch in unserem Stück sichtbar und ihr Schicksal erinnert uns frappant an das des
Protagonisten Havlicek.

Und indem wir im Sinne Horvaths auf die entlarvenden Seelen blicken, darf auch trotz aktueller Nähe gelacht werden.
Bestenfalls über uns und unsere Engstirnigkeit, Lebenshungrigkeit und auch kriminellen Machenschaften, die wir in den
Figuren wiederfinden können.

Besetzung:

AmateurschauspielerInnen rund um die Bühne Ottensheim.
Für die Rahmenszenen wird eine Gruppe von unseren Asylwerbern mit dabei sein.


Theatergruppe BÜHNE OTTENSHEIM
ZVR: 610752742
Obmann:  Werner Elsnig
4111 Walding, Weinbergstraße 3
Tel. 0676 / 675 13 15
E-Mail


 

ein Stück, welches aktueller ist denn je…